Kraft finden

Die meisten, nahme ich an, fangen etwas Neues mit einem Sprudel von Ideen an, ich dagegen mit immer wiederkehrender Leere.

Zuerst war nur der Raum, dann waren zwei Stühle drinnen.

Die bewegte ich von einer Ecke zur anderen, hin und her, auf der Suche nach dem richtigen, gemütlichen, versteckten oder auffälligen Platz.

Einmal war ich „ich“, einmal war ich „Kunde“, dann wurde ich zur Kollegin, und dann trank ich Kaffee mit meiner Freundin und einem Unbekannten. Die Leere verschwand. Stattdessen häufte sich das Holz, das in Ausstattung umgewandelt wird. Wandleisten, eine Stellage, ein Tisch, mehrere Tische, eine Bank. Es fehlt nur noch das Sofa.

Jetzt schaut die Leere ganz anderes aus. Wenn Gedanken Gestalt annehmen, sammelt sich die Kraft. Wie viele solcher Gänge stehen noch bevor!?

Die Bela ist sich unsicher, sie will raus. Es bleibt die Hoffnung, dass sie einmal gerne hier ist.

2 Antworten

  • Liebe Ana,
    Danke, dass wir Leser so an der Einrichtung des Ladens teilhaben können. Gerade ist mir beim Schreiben aufgefallen, dass das Wort „einrichten“ diesen Prozess des Gestaltens und in Besitz Nehmens gut ausdrückt. Bella wird sich auch einrichten! Liebe Grüße Regina

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